Mein erster Tagestrip mit dem Kona EV nach Hannover

Heute hatte ich mein zweites Abenteuer mit meinem Kona Electric. Spontan entschied ich mich, einen Ausflug nach Hannover zu machen. Ich hatte meinen Akku nur etwas mehr als zu 70% geladen, hätte damit problemlos die ca. 130 km lange Strecke bewältigen können. Die gesamte Strecke von knapp 300 km wäre aber etwas knapp geworden. Daher entschied ich mich, kurz vor Hannover einen Ladestopp an einer Schnellladesäule einzulegen. Da ich schon einmal in Neustadt-Rübenberge am Schnelllader beim Balneon Schwimmbad gute Erfahrungen gesammelt hatte, beschloss ich, dort zu laden. Bei meiner Ankunft am Triple-Charger waren noch 53 Prozent im Akku. Ich lud 22 kwh mit einer Leistung von bis zu 46 kw in einer halben Stunde. Damit hatte ich einen Akkustand von 75%.

In Hannover besuchte ich zuerst den Tesla-Shop, wo alle Tesla Modelle ausgestellt sind und man sich sein Modell bestellen kann. Angegliedert am Gelände ist auch das Service Center, wo die Tesla Modelle gewartet und repariert werden. Die reine Fahrzeit beträgt von Bakum eineinhalb Stunden. Das einzige Tesla Modell, was mich reizen würde, ist das Model 3. Das Model S und X sind mir viel zu wuchtig, eigentlich auch eher für eine Familie geeignet. Ich würde es gerne mal ausprobieren. Für die Fahrdynamik ist Tesla ja berühmt.

Nach der Besichtigung des Tesla Shops fuhr ich ins Stadtzentrum. Eigentlich wollte ich mir dort eine Ladestation suchen, um mein Auto parken und gleichzeitig noch dabei Strom „tanken“. Ich suchte mehrere Ladestationen in verschiedenen Apps. Entweder waren sie besetzt oder ich konnte sie nicht finden. Entnervt gab ich nach mehreren Versuche auf und parkte am Georgsplatz, ohne zu laden.Beim Parkautomaten brauchte ich erfreulicherweise keinen Schein zu ziehen, sondern nur meine Parkscheibe ins auto zu legen. Elektroautos parken in Hannover umsonst. Dies versöhnte mich ein wenig. Ich wusste, dass ich genug Strom im Akku hatte, um sicher nach Hause zu kommen.

Bei der Rückfahrt entdeckte ich im Verzeichnis meines Autos, dass die meisten Parkhäuser in Hannover ebenfalls Lademöglichkeiten für Elektroautos anbieten. Irgendwie ist das alles noch viel zu kompliziert. Das Infosystem in den Apps und im Auto muss dringend verbessert werden, auch Hinweise z. B. Parkhäusern wären hilfreich.

In der Hannoveraner Innenstadt verbrachte ich noch ein paar schöne Stunden und besuchte unter anderem den Apple Shop und einen riesigen Buchladen. In der Markthalle aß ich noch Gemüselasagne, bevor ich dann mit dem Auto nach Hause  zurückfuhr. Dabei stellte ich zu meinem Entsetzen fest, dass es auf der Strecke zwischen Neustadt, Nienburg, Sulingen, Diepholz keinen DC Schnelllader gibt. Der nächste ist in Lohne beim Motorpark. Niedersachsen ist, was Elektromobilität angeht, noch ein Entwicklungsland. Und dies, obwohl jahrelang RotGrün hier an der Regierung war. Hier ist noch Entwicklungsbedarf, denn die Bundestraßen 6 und 214 sind sehr wichtige Verkehrsachsen im Land Niedersachsen. Auch Vechta würde ein Schnelllader sehr gut stehen. Da können die Vechtaer von was von Damme und Lohne lernen.

Insgesamt bin ich 290 KM gefahren und habe dabei ca. 45 kwh Strom verbraucht. Bei der Rückkehr hatte ich einen Akkuladezustand von 33% und hätte noch ca. 100 km fahren können. Nachtrag: Es gibt in Diepholz doch einen Schnelllader. Leider wurde er in meinen Apps nicht angezeigt. Das ist das nächste Problem, der Wirrwarr mit den Ladekarten und Apps. Alles ist noch viel zu kompliziert.

 

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