Schnell laden am Hypercharger in Emstek

Als Elektrofahrer muss man wissen, wo man schnell den Akku nach laden kann. Es gibt im Umkreis meines Wohnortes mehrere CCS Schnellladestationen, einen Triplecharger 50kw im Motorpark in Lohne (Autobahn A1 Abfahrt Lohne), einen Triplecharger 50 kw in Cloppenburg, eine (kostenlose) Ladestation am Lidl Markt in Cloppenburg sowie  einen Triplecharger 50 kw am Autohof Emstek (Autobahn A1 Abfahrt Cloppenburg und einen Hypercharger 150 kw am MC Donalds (Autobahn A1 Abfahrt Cloppenburg).

wp-1590153520009.jpgNach einem Tagestrip in Ostfriesland nutzte ich die Gelegenheit, meinen wenigstens halb leer gefahrenen Akku mal am Hypercharger zu „betanken“, um zu sehen, wie schnell mein Auto lädt. Ich begann mit einem Akkustand von 49%. Mein Kona lud mit 74 kw Leistung.

Diese Ladegeschwindigkeit hielt bis zum Ladezustand von 60% an, danach sang die Landegeschwindigkeit auf 59 %. Erst ab einem Ladezustand von 70% sank die Ladeleistung auf 37 kw, was immer noch eine sehr hohe Geschwindigkeit ist. Bei einem Ladezustand von 74 % brach ich den Ladevorgang ab. Innerhalb von 20 Minuten lud ich 20 kWh in meinem Akku und mein Auto hatte wieder eine Reichweite von 330 km.

Für mich war es das erste Mal, dass ich diese Erfahrung machte. Ich hatte früher schon in einschlägigen Foren und YouTube Videos Berichte davon gesehen, aber meistens lud mein Kona nie schneller als 50 kw, selbst an 350 kw Ladern von Allegro oder Ionity. Das lag mit Sicherheit daran, dass in der kalten Jahreszeit der Akku des Kona nie richtig warm wird. Er braucht eine bestimmte Temperatur, um mit hoher Ladeleistung laden zu können, ansonsten regelt das Batteriemanagementsystem die Ladegeschwindigkeit herunter, um den Akku zu schonen. Zwar wärmt sich der Akku auch während des Lade- und Entladevorgangs bei längerer Fahrt auf, aber bei ganz kalten Temperaturen reicht dies nie für hohe Ladegeschwindigkeiten, ein Nachteil gegenüber Teslafahrzeugen, die über eine Akkuheizung verfügen, um den Akku auf Ladevorgänge vorzubereiten.

Für mich war es zwar eine tolles Erfahrung, aber trotzdem werde ich den Hypercharger wohl nur sehr selten anfahren, da ich in der Regel mein Elektroauto immer Zuhause an der heimischen Wallbox (mit langsamer Geschwindigkeit) lade. Nur für den Ausnahmefall, dass nicht genug Strom im Akku ist und ich kurzfristig eine längere Fahrt unternehmen muss, könnte der Hypercharger mir wertvolle Dienste leisten.

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Foto: Rosenbaum. Mein Kona an dem Hypercharger am Mc Donalds in Emstek

 

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